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> CRAZY SONICS JAHRESBILANZ 2013, ..ein kleiner Rückblick
Crazy Sonic
Beitrag 6 Jan 2013, 23:24
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OH FORELLE SO GRELL ODER WIE AUCH 2012 DIE WELT NICHT IM SONNENTANZ UNTERGING

Für jemanden, der polarisiert, ist es immer gefährlich, diesen Zustand noch zu verschärfen, doch nachdem das Zurückblicken auf ein Musik und Clubjahr meinerseits schon fast Tradition hat, gibt es auch heuer wieder ein paar Gedanken über 2012, auch wenn mich dafür ein paar Braunschlager haten:-) Und wie gesagt, es ist nicht alles bitterernst zu nehmen.
2012 war wohl eines der spannendsten Jahre was den Clubkontext angeht. Die Grelle Forelle (die ja schon Ende 2011 eröffnet hatte) mischte Wiens Szene ordentlich auf und durcheinander: Einerseits mit einer noch nie da gewesenen Menge an internationalen Klasseacts andereseits auch durch eine-in ihrer Anfangsphase durchaus fragwürdige Einlass und Clubpolitik. Man wollte das Heiligtum der Wiener-die Gästeliste- abschaffen. Sofort hatte man Mario Soldo am Hals, der selbstverständlich schon am Atem als C Promi erkannt werden will und wir hatten einiges zu lachen.
Es war aber auch anfangs tatsächlich ein wenig mühsam, wenn man durch importierte selbsternannte Szenekenner als würdiger Clubbesucher selektiert werden sollte, wenn dann aber trotzdem der Schrecken aller Underground Clubgänger- das Döblinger Söhnchen im weissen Hemd- ganz ungeniert an der Schlange vorbei spazieren kann, weil manche sind dann doch gleicher.Hier war man anfangs vielleicht etwas unsensibel. In Berlin ist es schick, die Gäste beim Eingang anzumachen, Wien ist da noch etwas gemütlicher-behäbiger.
Doch der Club setzte alles in allem neue Massstäbe, die Kinderkrankheiten wurden nach einem durchwachsenen Sommer im Herbst 2012 besiegt, einige ambitionierte Fremdveranstalter wie die Meuterei oder die Do Easy Crew halfen, frisches Publikum zu „fischen“ und die Soundanlage zählt sowieso zum besten, was Wien zu bieten hat. (ob jetzt besser als das FLEX oder nicht, mögen die Spezialisten entscheiden). Und es ist durchaus richtig, dass der Club ein bisschen so wirkt, als wäre er nicht Wien, sondern woanders, vielleicht auch, weil die Umgangssprache vieler Besucher das American School Englisch ist, das den Spalt zwischen 1190 und dem Rest der Welt stets ein bisschen offen hält bzw halten soll. Im Grossen und Ganzen gilt: Konkurrenz ist gut und belebt den Markt und die Forelle wird auch 2013 grell leuchten.
Die Pratersauna hatte nach einem schwachen Winter einen unfassbar starken Sommer, vor allem die Mittwochsreihe „Nachtschwimmer“ schlug 2012 ein, wie Klitschko auf seine Gegner. Speziell in den warmen Sommermonaten lockte die Kombination Pool, Garten &viele Floors die Massen in den Prater. Doch irgendwem war es dann wohl doch zu laut und zu schrill und das Magistrat sperrte die Hütte kurzerhand und limitierte den Sound. Nach wochenlangen Umbauarbeiten sollten die gröbsten Probleme aber beseitigt worden sein und auch wenns im Winter stets ein wenig kalt ist im Prater, der nächste Sommer und die neue Uni kommen bestimmt. Gewisse Ideen der Saunabetreiber waren und sind auch erfolgsversprechend. So etwa etablierte sich das „Prater Unser“ als kleines Festival wenngleich die ursprüngliche Idee eines praterweiten „Grätzelfestes“ offensichtlich stark im Hintergrund gekränkter Eitelkeiten von andren Clubs in der Gegend verschwand und somit das ganze ein wenig zu „SAUNA UNSER“ schrumpfte. Es wäre wünschenswert, wenn sich dies irgenwann einmal wieder ändern liesse. Ansonsten ist die Pratersauna mit ihrer Corportae Identity sicher einer der authentischsten Clubs der Stadt-DAMPF und WURST inbegriffen.
Am Jahresende räumte die Sauna wieder den 2. Platz in der De:Bug ab, und auch wenn der Einfluss der einstigen Hipsterbibel stark nachgelassen hat, eine grosse Ehre ist es allemal, hinter dem Technotempel Berghain (den ich persönlich meide, vielleicht weil ich Schlangen hasse:-) in der Lauerposition zu stehen.
Das FLUC, der zweite grosse Space am Stern gilt für viele als die letzte echte Undergroundbastion Wiens. In seiner Programmierung sah dies 2012 auch tat sächlich so aus und das ist auch gut so, denn nicht alle Musikfreunde lieben den 4/4 Takt. Doch manchmal fühle ich mich dort verloren, was aber für viele ein gutes Zeichen sein mag:-)
Für einige kleine Läden in Wien war 2012 weniger spannend. Das ROXY schloss im März seine Pforten und eröffnete-unverändert-im Winter erneut. Das Fragezeichen hinter dem Konzept des einstigen Hotspots bleibt, eine Rundumerneuerung sieht für mich anders aus. Das Morrison wurde ebenfalls Opfer der Limitierung und musste monatelang schliessen und das MARKET warf just zu dem Zeitpunkt das Handtuch, als der Laden richtig gut zu laufen begann. Viele Nachbarn waren eben NOT INVITED und am Ende musste man enerviert kapitulieren. Aber auch das hatten Insider prophezeit, ein Club in Wohngegenden ist eben schwierig, ähnliches gilt ja für das CHAYA FUERA, das nach anfänglichem „Wir wollen nur betuchte, 30 Jährige, die Soul, Funk und Hip Hop Hören“ Nasstraum mittlerweile ebenfalls mit einem Auge auf die House & Techno Szene schielen um „Happiness“ zu erreichen und dabei auf Benny Sagan gestossen sind.
Das SASS blieb hingegen der einzige von Unbill verschonte Laden am Karlsplatz. In jedem Fall ist das SUNDAY MORNINGS auch 2012 die einzige regelmässige Afterhour Wiens gewesen, auch wenn es im Sommer an diversen Donauarmen zu spontanen Happenings kam. Aber auch hier stieg der Anteil des Testosterons 2012 merklich an und gut trainierte, von rhetorischer Impotenz gebeutelte Herren dominierten oft die Frühmesse. Aber irgendwann heisst es immer für alle „gemma noch ins Sass...“ und schon findet man sich vampirgleich sonntags in der gleissenden Sonne des Karlsplatzes wieder, verzweifelt auf der Suche nach seiner Muttersprache.
Das FLEX bekam 2012 endlich wieder die offizielle Erlaubnis, bis 6 Uhr offen zu sein, flugs versuchten einige Jung ÖVPler gleich wieder eine Anti FLEX Kampagne wegen angeblich zu brutaler Securities vom Zaun zu brechen. Auch hier hat sich die Situation deutlich entspannt und wenn auch die „Hipster“ nicht mehr so oft und häufig kommen, wie einst noch, so ist und bleibt das alte Schlachtschiff am Kanal ein Work in Progress mit ständigen Veränderungen. 2012 wurde leicht vergrössert, das Cafe fungiert beizeiten als 2. Floor und auch der Outdoorbereich konnte in Frieden mit den Behörden reguliert werden. Das Crazy ging in seine 12. Saison und hält sich, trotz stärker werdender Konkurrenz als Alternative zum Wochenende- auch wenn die saisonalen Schwankungen zunahmen.
Ausserdem: Was sind die Hipster 2012? Austauschbare Jungmodels mit androgynem Schlafzimmerblick, die täglich 5 Musikvideos auf Facebook posten, dazu 130 englische Coolsprüche pro Monat und wenig Geld in der schicken Tasche?-Also der Albtraum aller Veranstalter, die auch mal was riskieren müssen?
Im Volksgarten fanden auch 2012 wieder einige tolle Events statt, die die Einzigartigkeit des Geländes so richtig zum Vorschein bringen: EVENTUELL GROSS zeigte wie gross das ganze Areal wirklich ist und Disco, Pavillion und Säulenhalle bildeten mit ihren Gärten eine Einheit, die man sonst kaum zu finden weiss. Auch das Winterzelt ist eine gelungene Idee und auch wenn man musikalisch keine Bäume entwurzeln will, es ist ein Club, der zumindest samstags stets eine starke Alternative sein kann.
Das Techno Cafe war auch 2012 das, was es die Jahre davor begann zu werden: Ein Afterworkclub für Jungmanager,denen das Hintergrund „tztztztztz“ vollkommen genügt, um die vielen schönen Damen zu beaugapfeln, die dort an heissen Sommernächten ihre Runden drehen. Die Musik: Powidl, 99% der Besucher wissen nicht, wer auflegt, ist ja auch völlig egal, die Marke hat gesiegt und wenn das Ding bei seiner Gründung vor 16 Jahren „Schranzhocke“ oder „Gabbergarten“ geheissen hätte, es wäre gleich erfolgreich. Für mich persönlich, der quasi mit CRAZY am selben Tag veranstaltet eigentlich Konkurrenz, doch ist im Sommer-Oh Wunder- der Dienstag durch die Existenz des Hormonwarmups im Volksgarten ein unglaublich starker Weggehtag, der beide beeinflusst, und es zeigte vorbildlich, dass man keine intellektuelle Grossmacht sein muss, um eine gute Marke lange erfolgreich zu führen.
Die Passage? War ich nie...muss ich nie hin. Aber man muss ja auch nicht in den Club Couture.Die Grassers und Co sind schon längst weitergezogen, geblieben ist der Mief von Radio Energy. Aber Geld stinkt nicht.
Die Camera? Sehr ruhig-zu ruhig. Nachdem mein Lieblingstarget der letzten Rückblicke, Harald Reiterer mit seinem BOINK das Lokal im 7. Hieb verliess um in der Säulenhalle zu einem unauffälligen Technoclub zu mutieren, wurde es ruhig im legendären Szeneclub. Doch wie schon so oft, wird sich auch diese Legende wieder erholen, meine ich, wenngleich ich denke, dass es wohl andere Muskstile sein werden, die dort die Besucherzahlen wieder in die Höhe schnellen lassen.
Ansonsten gab es noch ein Urban Art Forms Festival, das nun endgültig nicht mehr urban ist. Es wanderte an den Schwarzlsee in die Steiermark und das war sicher eine vertretbare Entscheidung, denn die grauenhafte Location in Wiener Neustadt hätte das Festival a la longue gekillt. Beim Booking verliess man sich auf massentaugliche Acts, Deichkind traten wohl zum gefühlt 245. Mal dort auf und waren immer noch „leider geil“, dafür spielte Richie Hawtin in einer kleiner Fischerhütte am See. Dass sich gewisse Acts in Österreich so selten aufhalten, könnte man angesichts dessen fast verstehen.
Aber es sind auch die Preise, die einen Veranstalter zum Kotzen bringen. Vor 10 Jahren konnte man sich alle „Stars“ weltweit noch leisten. Heute führen sich Djs auf wie Götter, fliegen im Learjet ein, bestimmen selbst die Grösse der Hotelsuite, fliegen auch von Berlin nur business, damit sie ihren Hon Status nicht verlieren, nehmen ihre Entourage auf Veranstalterkosten mit und verlangen dermassen viel, dass einem Promoter zumeist einfach nichts übrig bleiben kann, selbst wenn die Bude voll ist. Gierige Bookingagenturen (und ich meine vor allem die grossen,“globalen“) bestimmen den Markt, das Wettbieten erreicht schwindelerregende Ausmasse und der Wunsch nach einem Kollaps dieses Systems ist grösser denn je. Acts wie Maceo Plex, Jamie Jones oder Solomun sind hierzulande einfach nicht mehr zu bezahlen.
Was es sonst noch gab: Eine Sommerlocation namens Porto Pollo auf der Donauinsel, die einige vielversprechende Ansätze zeigte, der aber das gewisse Etwas fehlte, eine tolle Party in der Staatsoper, die allerdings (wohl auch wegen oben genannter Gründe) nur für die Föhnwellenelite zu bezahlen war, 2 neue junge Partycrews, die Sonntagsparties erfolgreich veranstalten (Technosonntag und Kein Sonntag ohne Technno-die Namen verdienen beide die goldene Rose..), eine erneut sehr schöne Tel Aviv Beach Sommersaison und eine Auslage am Gürtel, die es ob der Lage am Strizzihotspot nie leicht hat, die aber siche der ambitionierteste Laden abseits des goldenen Dreiecks ist.

In den Bundesländern tat sich auch einiges. So zeigt etwa die ruhige und profesionelle Arbeitsweise von Bastian Lehnert in Salzburg, dass es-im Falle des SODA Clubs-gelingen kann in der schwierigen Bobostadt Salzburg etwas aufzuziehen. Das zeigen ja im gesamten Raum Salzburg/Innviertel die Betreiber von Electronic Motion schon lange. Kaum eine Crew arbeitet so beständig und zielsicher, aber auch so authentisch wie Bianca und Daniel, klar muss ab und an ein-hüstel-“ gängigerer“- Sound her, aber nur so bleibt das Bestehen garantiert.
In Oberösterreich hingegen ist die Wachablöse längst vollzogen. Der einstige Platzhirsch Eric Fischer dürfte den Platz längst verloren haben, geblieben ist der Hirsch. Noch anders ist es zu erklären, wie man kuckucksgleich permanent nur die Vergangenheit herbeipredigt: Ich war so toll, ich war so gross, mir fiel mal alles in den Schoss. Wehe aber, es emanzipieren sich einstige Weggefährten. Das Danube war einst wegweisend für Linz-ja. Heutzutage ist es eine Ex-Veranstaltung und es darf und soll auch andere Menschen geben, die es schaffen eine Grossveranstaltung professionell durchzuziehen. Egal ob nun PRESSURE oder FULL MOON. Wenn man es wagt, Herrn Fischer auf sein Unrecht hinzuweisen, dann schwingt er die „Anwaltskeule“. Ein trauriger Schatten seiner selbst für mich, der diese Erfahrung heuer leidlich machen durfte.
In Innsbruck geht man neuerdings zur Tante Emma einkaufen, in Graz wächst die Szene abseits des SPRING nun auch unterm Jahr, etwa im Niesenberger oder der Postgarage und auch in Kärnten gibt es zarte Pflänzchen,die gegossen werden wollen.
Eine weitere Prophezeiung meinerseits, die ich 2011 getätigt habe und die sich nun bewahrheitete war, dass das Hypnotic nun wohl endgültig seinen Imagetiefpunkt erreicht hat. Wenn nur ein Teil von dem stimmt, was nach dem letzten „Jubiläums“Hypnotic gepostet wurde-die Palette reichte von nicht bezahlten Hotelzimmern bis hin zu keiner Anlage in der Pyramide noch am Nachmittag des Veranstaltungstages- dann dürfte Sven Väth heute noch Albträume haben. Immerhin schaffte man es mit einem Lineup,das eigentlich toll war, weniger Besucher in die Pyramide zu locken, als andere Veranstalter am selben (!!) Tag im WUK mit Klagkarussell und Wankelmut. Irgendwas muss da beim Image G-Teams nicht stimmen. Steht das G für Gier, für Geiz, für Geld oder für Garnix. Man weiss es nicht. Es ist jedenfalls ein Schlag ins Gesicht jedes seriösen Veranstalters.
Womit ich beim Thema MUSIK 2012 wäre. Es war das Jahr, in dem der Pop dermassen tief in die elektronische Musik vordrang, dass all die puristischen Soundtüftler vor einem grossen (Ego) Problem standen: „Wieso verstehen die Massen der tanzenden Jugend nicht, das ich es viel besser kann, als die, die vielleicht (sehr oder zu sehr?) geschickt mit Samples gearbeitet haben. Ist der „Sonnentanz“ von Klangkarussell ethisch vertretbar? Ja dürfens denn des?“
Das Gezeter auf manchen Facebookseiten einiger leicht ergrauter Haudrauflegenden war herzerwärmend, es konnten einem fast die Tränen kommen.
Fakt ist: der Sonnentanz war erst der Anfang. Hits entstehen oft durch Zufall und Glück, dass man sie dann bis zum Erbrechen hören muss, ist ein negativer Beigeschmack des Hits. Wenn dann sogar die Werbewirtschaft darauf einsteigt und man im Fernsehen gespielt wird, dann ist der Aufschrei derer, die das nie geschafft haben, noch viel grösser. Dass es endlich aber wieder zwei österreichischen Künstlern gelungen ist, die Musikwelt auf sich aufmerksam zu machen, darf aber freuen. Ehre wem Ehre gebührt. Und dass die beiden Jungs 2013 wohl auf allen grossen Festivals dabei sein werden im Gegensatz zur Motzerelite in der Heimat lässt ihnen sowieso keine Wahl: Sie müssen nachlegen, was auch sehr wohl schon zu Teil gelang-siehe „Netzwerk“..
Aber es gab hierzulande viel Gutes an Musik: Luv Shack etwa mauserte sich zu einem international anerkannten Deephouselabel, Roman Rauch dürfte ja fast täglich einen neuen Track produzieren so fleissig wie er ist. Die Schönbrunner Perlen arbeiten weiter an soliden Produktionen, und Künstler wie Denis Yashin zeigten, dass ein gekonntes Liveset mit Einsatz der Stimme Abende retten kann.
Die Liste talentierter Künstler und Produzenten mit formidablem Output wurde 2012 immer länger: Emil Berliner& Florian Kaltstroem releasten auf Bedrock, Ken Hayakawa erneut auf MgF, das Label Hruza Recordings stieg ebenso erfolgreich ein wie Moun10, das abseits abgetrampelter Pfade neue Musik präsentierte (sag niemals Downbeat dazu:-); Joyce Muniz schaffte es mehr als eimal in die Beatport Charts-egal ob mit Exploited oder Defected, Wolfram bereist weiterhin erfolgreich die Welt, das AG Trio und die Gudrun von Laxenburg etablierten sich sich als tolle Livecombos,HVOB schaffte es ebenfalls in die Charts der De:Bug und auch etablierte Artists wie Makossa und Megablast, Tosca oder Peter Kruder sind weiterhin am Ball. Dafür lösten sich Bunny Lake auf, die Remixe mochte ich manchmal durchaus:-)
Djs gab und gibt es nochmal einen „bunch“ mehr als noch letztes Jahr.Die „Crews“, „Crowds“ und „Communities“ bestimmen auch heuer den Erfolg einer Party. Die „Attendings“ sind was zählt, steht man nicht im Resident Advisor..“Shocking“. Einige junge Djs vermochten aber durchaus zu überzeugen, wie etwa Manuel Petrik oder Steve Hope.
Global gesehen orientiert sich der Wiener Musikrezipient sehr an der deutschen Hauptstadt, mit all den Flöten, Pauken und Trompeten, die da teilweise herüberhornten. House war sicher tonangebend in Wien, erneut stellt sich für mich allerdings oft die Frage, warum manches so extrem langweilig sein muss, um gehypt zu werden. Ein bisschen Techno darfs doch sein (ist es ja auch etwa in der Meuterei...), selbst BOINK will CONTRAIRE werden. Vor allem ist es im Moment schick, alte Klassiker neu zu editen oder das Original als neu zu verkaufen, House ist der Sound, auf den sich alle irgendwie einigen können-alle?? Stil Vor Talent und Monaberry erfreuten sich auch 2012 grosser Beliebtheit obwohl ich den Zenit der Popelektronik mittlerweile leicht überschritten sehe.
Eines ist klar: Die Aussage, dass Wien eine tote Stadt sei, getätigt just von der, selbst nur durch Protektion im Ausland zu mittleren Dj Ehren gekommenen Wahlwienerin Cassy Britton, dürfte in einem Zustand geistiger Umnachtung geschehen sein. Oder ist das Bedürfnis, das eigene schlecht zu reden ein Teil unserer Gene? Ich würde sie das gerne mal fragen:-)

Meine Wünsche für 2013:
-mehr Tagesparties
-endlich ein elektronisches Festival für Wien, das der Grösse der Stadt würdig ist
-mehr erfolgreiche Musik (wir sind auf gutem Weg)
-weniger Djs, die den Namen nicht verdienen
-ein paar Grossveranstaltungen, die nicht diesen elendigen Vorstadtmief weiter mit sich tragen
-weiterhin viele anspruchsvolle Clubs und Veranstaltungen
-keine Behördenschikanen
-den einen oder anderen „Mittelgrösseclub“
-ein im Wesentlichen weiterhin so friedliches Miteinander der Clubbetreiber
-frischerer Sound bei La Boum De Luxe
-ein weiteres Jahr meiner Radioshow: CRAZY SUPERDRIVE gemeinsam mit Manuel Petrik auf 98,3FM
Frohes neues jahr 2013!
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eric fischer
Beitrag 13 Jan 2013, 13:02
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abgesehen von einigen ideologischen paralellen, die ich sogar unterschreiben würde und die durchaus überzeugende rethorik mit taktisch gut inszenierter bandbreite muss man das hier fast schon liken... aber darum gehts jetzt nicht. die verdienste des 44 jährigen wahlwieners der mich 49 jährigen gern als "frustrierter opa, Hero in Fucking, Prambachkirchen und Vöckladings" bezeichnet wurden zur genüge schon thematisiert. zwiwchendrinnen und beim genauer hinsehen fungierst du lieber rudi mit unsauberer recherche, untergriffigen, beleidigenden kommentaren, widersprüchlichen ansichten und zu guter auch noch feige inszeniert indem du öffentlich gedisste im vorfled blockierst die sich nicht an ort und stelle wehren zu können. der "dämliche, der denn du auch als pharisäer, quacksalber, sizilianer, erpresser, lügner der egal wo hinscheisst (alles wrany nettikgeiten..) bezeichnest, findet das persönliche wehleidigkeiten unter dem deckmantel eines jahresrückblickes nichts verloren haben. du kritisierst das puplikum anderer promoter als proletariat und bewegt sich selber mit kraftausdrücken in primitivste gefilde. es sind immer die selbigen feindbilder die du im schutz des flex und möglicher geglaubten privilegien anprangerst und ja wir wissen es ja eh schon alle das jovanov und co. dein lieblingskollektiv ist und nein ich bin ganz sicher keiner der sich auf die seite von g.team, reiterer oder von dir geschassten cassey hängt aber hier gehts nicht mehr um konstruktive kritik als groosteils um deine persönliche eitelkeiten die als vorwand einer selbst ernannten tradtion stattfinden. was dieses thema anbelangt, es ist langweilig geworden und irgendwann wird vielleicht auch zuckerwatt und andere auf dessen syphathiebonus du angewiesen bist draufkommen das diverse cholerische hass reaktion nicht mehr tragbar sind und sie sowieso irgendwann aus eigendynamik heraus alleine agieren werden. namen mit denen du noch vor kurzem verfeindet warst und die durch für dich ersichtliche "erfolge" nun es wieder wert sind rosen zu streuen werden triefend gelobhudelt wo jeder der auch einblick in die materie hat schelmisch grinsen muss. unter dem aspekt wer ist ein auslaufmodell, wer hat nichts mehr vorzuweisen, wer ist "wirtschaftlich" nicht mehr interessant, wer kann mir am wenigsten schaden, das hat für dich relevanz und wehe es erlaubt sich aus der vermeintlichen "verliererecke" die dj künste des seine heimat verdrängenden kärntners zu kritisieren. wem dem so ist dem pinkelst du auf sein grab (zitat wrany) (stereo club) und heuchelst aber parallell hier um kruder, pratersauna und forelle. deine vorstellung von o.ö. und bundesländer (die ich sogar im bezug auf einige bejahe) sind demonstativ auf diejenigen die crazy sonic gebucht haben oder sich im schlepptau oder mit gegenbooking angeboten hat. grundsätzlich kein verwerflicher umstand, den nicht viele andere auch selber gemacht hätten aber im bezug auf die häufigkeit und vor allem deiner arroganz und herablassender fäkalrethorik dann wieder schon!
speziell im lande ob der enns, linz erstreckt sich die szene nicht nur auf die von dir bespielten fullmoon (hiesiger handgreiflicher grossdiscobetreiber als VA) oder vom pressure (eine VA die ich einzig wegen nicht kommender mainacts kritisiere habe) sondern auf eine eine lebendige dir unbekannte szernie wie solaris, stwst, roter krebs, ars, linzfest, zoo club, shine und ja vor allem die tabakfabrik wo es pulsiert und die sich nicht mit titan und inzwischen symphatisierender wrany methodischer bookingpolitik auseinandersetzen wollen. auch ein umstand der von dir ausgelassen wird, die vermeintliche fragwürdige bookingbolitik von philipp straub, warum eigentlich? sind da nicht einige acts die man sonst nicht mehr bekommen würde oder ist die frucht vor represallien zu hoch?
als sebst ernannter globetrotter dessen substanzlose auslandsbookings meines erachtens weniger wert sind als ein solider job in einer dorfdisco wirst hoffentlich auch du draufkommen das es wahrlich andere prioritäten im leben anderer gibt, wo familie, beziehung, innnere ausgegelichenheit, kritikfähigkeit, respekt und soziale umgänglichkeit eine primäre rolle spielt! dinge von denen du wenig weisst und unter diesen schmerzlichen umständen auch mein mitleid hast. flex ja, crazy sonic auf diesem niveau, nein und egal wie hochkarätig verbal, heftig oder für dich vernichtend du jetzt reagieren wirst, es ist die wahrheit!

kritik wo es kritik bedarf und dein part liegt im umtriebigen booking des clubs wo du gut bist, keine frage aber bitte keine selbstgefällige hetze dessen unterhaltungswert zwar sehr gut ist, aber grossteils das eigene ego füttert und andere diskreminiert!

mein obiger kommetar wurde von rudi wrany gelöscht darum hier noch einmal. somit bleibt es jeden selber überlassen sich ein bild zu machen und entsprechend glauben zu schenken.
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naicé.
Beitrag 20 Jan 2013, 22:34
Beitrag #3


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wir geben uns größte mühe, im fluc weiterhin der kick auf jedem viertel zu fröhnen wink.gif

Der Beitrag wurde von naicé. bearbeitet: 22 Jan 2013, 08:35
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thesceneisdead
Beitrag 18 Apr 2013, 22:09
Beitrag #4


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mahh Fischer, also von rechtschreibfehlern will ich gar nicht sprechen und über die gramatik auch kein wort verlieren. ein bisserl cool-down hätte deinem auftritt aber sicher nicht geschadet. was solls, es interessiert hier sowie so keiner. gerade und vorallem wegen euch 2 clowns! das board ist tot!
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tigerlili
Beitrag 15 May 2013, 13:32
Beitrag #5


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ZITAT(thesceneisdead @ 18 Apr 2013, 23:09 ) *
mahh Fischer, also von rechtschreibfehlern will ich gar nicht sprechen und über die gramatik auch kein wort verlieren. ein bisserl cool-down hätte deinem auftritt aber sicher nicht geschadet. was solls, es interessiert hier sowie so keiner. gerade und vorallem wegen euch 2 clowns! das board ist tot!



es heißt grammatik!
und ob das board wegen zwei clowns tot is, wage ich zu bezweifeln.
würde meinen der zahn der zeit hat es dahingeweht...bin ja hier auch gerade ALLEIN online smile.gif
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